Was Sie schon immer über die Antriebe EWA 10 – EWA 16 wissen wollten!

1. Selbsthemmung:

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Selbsthemmung zwischen statischer und dynamischer Selbsthemmung. Die statische Selbsthemmung wirkt nur im Stillstand und kann durch Erschütterungen oder Vibrationen aufgehoben werden.

Deshalb haben unsere selbsthemmenden Antriebe immer eine dynamische Selbsthemmung (auch Selbstbremsung genannt). Diese liegt vor, wenn ein laufendes Getriebe, z. B. nach dem Abschalten des Motors, selbsttätig zum Stillstand kommt.

2. Lastangaben und Lebensdauer:

Unsere Angaben zur Nennlast sind Mindest­angaben und keine Maximalangaben, wie bei vielen anderen Herstellern. Das heißt, wenn wir als Drehmoment „250 Nm“ angeben, be­deutet das, dass der Antrieb mindestens diese Leistung über die gesamte Lebensdauer bringt. Deshalb sind unsere Antriebe für ihre hohen Kraftreserven bekannt.

Wir testen an eigenen Prüfständen auf ­1000 Betriebsstunden unter der im Katalog angegebenen Nennlast mit der vorgegeben Einschaltdauer. Die Antriebe sind für Dauerlast über die gesamte Lebensdauer von 20 Jahren ausgelegt, je nach Auslastung (tatsächlich anstehendem Drehmoment), Anwendung, Spitzenlast und Schaltzyklen. 

Die Lebensdauer kann daher bei Ihrer Anwendung auch wesentlich höher aus­fallen, aber nach dieser Betriebszeit sollte auf jeden Fall eine Prüfung des Zustandes des Antriebes erfolgen.

3. Elektromotoren:

Wir verwenden keine Standardmotoren sondern ausschließlich kennlinienoptimierte Motoren, die für jede Version und jede Variante optimiert wurden. Sie sind so ausgelegt, dass Spannungsschwankungen von ca. +/- 5 % toleriert werden, auch im 60-Hz-Betrieb.

Außerdem verwenden wir S1-Motoren, obwohl wir sie auf Einschaltdauer S3 stempeln. Damit wollen wir Missverständnisse vermeiden, da kein selbsthemmendes Getriebe im Dauerlauf betrieben werden kann. Die Elektro­motoren werden so angepasst, dass das Getriebe nicht zerstört werden kann!

4. Einphasige Motoren:

Einphasige Motoren werden bei uns grundsätzlich ab Werk vorverkabelt und mit einem langen Anschlusskabel geliefert. Das bedeutet, dass der Elektromotor direkt über die Endschalter abgeschaltet wird. Dadurch wird die Montage wesentlich vereinfacht und kostengünstiger, da eine Wendeschützsteuerung entfällt. Mit dem Handtaster TST 10 kann vor Ort ein Probelauf durchgeführt werden.

Allerdings sollten einphasige Motoren nicht überdimensioniert werden. Wenn sie deutlich unter der Nennlast gefahren werden, können sie sich stärker erhitzen, was die Einschaltdauer reduziert. Der interne Wicklungsschutzkontakt kann auch nach außen geführt werden.

5. Sonderspannungen:

Für 60 Hz verwenden wir schon immer spezielle Motoren und lassen nicht einfach 50-Hz-Motoren schneller laufen. Wir garantieren auch immer, dass die angegebene Nennlast erhalten bleibt und nicht 20 % weniger, wie viele Hersteller es machen. Dies gilt auch für die anderen Sonderspannungen. Alle Sondermotoren werden vor ihrem Einsatz am Prüfstand optimiert und getestet.

6. Gleichstrommotoren 24 V:

Die Antriebe EWA 10 und EWA 12 sind mit 24 V DC Motoren erhältlich. Typisch für Gleichstrommotoren ist, dass die Stromaufnahme mit steigendem Dreh­moment stark ansteigt.

Fragen Sie deshalb bei uns an und fordern unsere Prüfprotokolle und Diagramme an.

7. RWA-Anlagen:

Oft werden natürliche Lüftungen mit RWA kombiniert. Bei objektspezifischen Sonderkonstruktionen kann kein Verwendbarkeitsnachweis nach DIN EN 121 Teil 2 erbracht werden.

Hier ist es möglich, eine Zustimmung im Einzelfall bei der Baubehörde zu beantragen. Unsere Antriebe wurden durch das Fraunhofer Institut auf Verwendbarkeit in Anlehnung an DIN 18232 geprüft. Fordern Sie bei Bedarf das Fraunhofer-­Zertifikat an.

8. Option A60:

Diese Option ist für den Einsatz im Außenbereich geeignet, da sie über Edelstahl-Ausgangswellen und einem speziellen Kälteöl für niedrigere Temperaturen verfügt.